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Hochdosiertes Vergnügen


Freizeitparks sind Orte, an denen wir mit Kind und Kegel geballtes Wissen, Spiel, Spass und Vergnügen erhalten. Die Kinder freut’s, die Eltern auch. Über Sinn und Unsinn solcher Einrichtungen lässt sich streiten. Aber sind wir doch ehrlich; Sind unsere Kinder glücklich, geht’s uns Eltern gut.


Motivation, die Grundlage jedes Erfolges

Wir wissen; Motivation ist der Schlüssel zu jedem Erfolg. Sei es beim Erklimmen des Himalaya, wie auch bei der Lösungsfindung einer hochkomplexen Integralrechnung, im Zusammenhang mit der Differentialrechnung aufgrund einer mathematischen Analyse. Top-Motivation macht’s möglich! Während unsere Kinder im Vergnügungspark zu Fuss gefühlte 120'896 km hinter sich legen, ist zu Hause «den Müll raustragen» eine immense Meisterleistung. Ein gut durchdachter Aquapark bringt unser Kind dazu, längere Zeit im Wasser zu verbringen, länger als unser Organismus, rein biologisch, es ertragen kann. Kinder die ansonsten zum Element Wasser ein eher gespaltenes Verhältnis aufweisen (schliesslich macht Wasser auch sauber), lassen sich im richtigen Ambiente vom kalten Wasserstrahl genussvoll berieseln, tauchen ab und unter, prusten, spritzen, all dies mit nassen Haaren versteht sich. Schwach erinnern Sie sich an die letzten Versuche der Haarwaschung, mit geschätzten 101 Waschlappen vor Augen, Mund und Nase, damit auch ja kein Tröpfli Wasser irgendwo anders hinfliesst als bis zu den Haarwurzeln. Merke: Spass hält sich scheinbar an keine naturwissenschaftlichen Gesetze.


Wissen, ohne zu pauken

Wir wissen nun, richtige Motivation und gute Kommunikation macht all dies möglich. Diese Eigenschaften ermöglichen es auch, ihrem Kind Wissen zu vermitteln, welches es bis vor kurzem gar nicht wissen wollte. Ich werde den Tag nie vergessen, an dem meine Tochter – die bis dato Physik nicht mal richtig aussprechen geschweige den ausschreiben konnte – erfuhr, wie stehende Wellen (einfache, doppelte, dreifache) ein Kinderspiel sind, sobald man (wieder)entdeckt hat, wie Anzahl »Wellenbäuche” und Anregungs-Frequenz beim Schütteln eines Seiles zusammenhängen. Sie erlebte Wissen für einmal als etwas anschauliches, etwas was mit ausprobieren und erleben auch begreifbar wurde. Seitdem erklärt sie allen, dass sie mit Physik auf einer Wellenlänge sei. Wissen und Wunder liegen oft sehr nahe beieinander.


Kommunikation, gemeinsames teilnehmen lassen

Ein gut konzipierter Freizeitpark bringt sogar ihren wortkargen Teenager dazu, sich Gedanken über Kommunikation zu machen. Sie staunen. Er stellt sich Fragen darüber, was nun der Unterschied zwischen digital und analog sei, sowie, auf welche verschiedenen Arten man sich anderen mitteilen kann. Erstaunlich! Er ereifert sich unter fachkundiger Führung über Sinn und Unsinn von TV und Zeitschriften, wie kommen die Bilder in den Fernseher oder News in die Zeitung. Zu guter Letzt testet er sein Talent zum Moderator im eigens dafür vorgesehenen Studio. Sie sind den Tränen nahe. Ihr menschenscheuer Teenager, er kann sprechen, richtig sprechen, in ganzen Sätzen, mit anderen Menschen! Sie danken leise für dieses Glück. Dass die Wirkung bereits im Auto auf dem Nachhauseweg etwas nachlässt schmälert ihr Glücksgefühl in keinster Weise.


Organisiertes Vergnügen und gepflegte Langeweile

Mit diesen Erfahrungen kann ich mit Freizeitparks – wohl dosiert – gut leben. Auch ohne direkte Erfolgserlebnisse bieten sie eine Abwechslung, oft unabhängig von Jahreszeiten und Kindesalter. Nebst all den organisierten Attraktionen möchte ich aber auch mit meinen Kinder, eine gepflegte Langeweile leben können, zu Hause, ohne Jubel, Trubel und Heiterkeit. Wenn es dann vorkommt, dass ein Besuch im Park – ob nun auf Wasser, Technik oder reinem Spass ausgerichtet – den Alltag langfristig aufgepeppt, umso besser. Und sei es nur, dass ihre Kinder mit den farbigen Bausteinen versuchen, den Louvre in Paris nachzubauen. Früher gab’s einmal im Jahr im Dorf Chilbi, heute ist dies zugegeben etwas mehr an Attraktionen, was unseren Kindern geboten wird. Schöne, gemeinsame Momente in der Familie sind wichtig. Ob diese nun beim Wandern, in einer Berghütte, daheim beim Puzzlespiel oder miteinander im Freizeitpark geschehen ist nebensächlich. Oft nicht ganz nebensächlich ist der finanzielle Aspekt. Ein Nachmittag zu Hause mit Mamas Lexikon ist zugegeben etwas kostengünstiger als ein Besuch im Park, mit Fahrt und Verpflegung. In wie weit man das eine tut ohne das andere zu lassen, bleibt jeder Familie selber überlassen.

Unter diesen Gesichtspunkten wünsche ich Ihnen ein gutes Mass an Vergnügen und Langeweile, zusammen mit Ihren Kindern


Ihre Stella van Bergen