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Das erste Mal

Ich kann mich nicht mehr genau an meine erstes Mal erinnern. Als mir dies bewusst wurde, wunderte ich mich. So etwas wichtiges im Leben und du kannst dich nicht daran erinnern?!, fragte ich mich leise. Ein Ereignis, dass andere in ihr Tagebuch notieren ist für dich bloss ein schwarzer Fleck in der Biografie? Wie beschämend!

Und doch, ja – es ist so. Ich hab’s einfach verdrängt, vergessen, passiert ist halt passiert. Sei’s drum!

Ich will aber nicht zu hart mit mir ins Gericht gehen. Ich weiss, vielen geht es so. Denn, sind wir doch ehrlich; Wer von uns kennt nicht diese Momente im Leben eines jeden von uns, die – man möge es mir verzeihen – man am liebsten einfach ignorieren, als nicht existent abtun möchte? Den Blick in den Spiegel am Morgen danach, an dem nichts mehr ist wie früher und doch alles genau gleich weiter geht? Natur bleibt eben Natur.

Das erste Mal kam für mich früh. Für mich überraschend früh und, ja – auch ZU früh. Aber, dass war schon bei meiner Mutter so. Also, was wollte ich gross dagegen tun? Natur bleibt eben Natur.

Ich sah mich im Spiegel an, nickte mir lächeln zu und murmelte: Welcom in the club, Stella! Nun ist/war es also soweit. Und? Siehst Du; Du hast es überlebt! Was soll’s? Natur bleibt eben Natur.

Mich dann aber zuerst ausschliesslich der Natur hingeben wollte ich nicht. Ja, ich gebe es zu. Ich kaufte erst die eine oder andere dieser Packungen, entschloss mich damit gegen die Natur, aber für das genaue Lesen des Beipackzettels. Na, Sie wissen schon! Mit Natur hatte dies nur wenig zu tun!

Aber auf dieses erste Mal folgten weitere, unzählige male. Wie viele kann ich Ihnen inzwischen nicht mehr sagen. 20? 30? 50? Irgendwann mal hatte ich mich nämlich meinem Schicksal ergeben. Ich tröstete mich damit, dass es – über kurz oder lang jeder/m (sorry, FAST jeder/m) so geht. Jeden Tag passiert’s millionenfach. Sie kennen das schon; Natur bleibt eben Natur.

Ich begann das Ganz positiv zu sehen. Redete mir ein, dass ich nur deswegen diese besondere Ausstrahlung hatte, die Andere so an mir schätzen. Versuchte mir zu erklären, dass es ja auch soooo schlimm nicht wahr und andere froh wären, wenn sie überhaupt... na, sie wissen schon! Die Natur kann so grausam sein.

Ein vielleicht etwas pikantes Details zum Schluss: Günther lernte ich erst nach meinem ersten Mal kennen. Und wissen Sie was? Ich bin froh darum. Nicht, dass es mit ihm zusammen nicht auch möglich gewesen wäre, aber es gibt Momente im Leben, da will frau alleine sein. Natur kann ja so stark machen.

Wie? Das verstehen Sie nicht? Wieso?
Erging es Ihnen denn anders, als Sie das erste Mal bei sich ein graues Haar entdeckten?