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Die besseren Mütter

Mutter werden ist nicht schwer. Mutter sein dagegen sehr. Nichts Neues, haben wir alle schon gehört. Und diese Aussage entschuldigt wunderbar alle Versäumnisse, Fehltritte und Versagen unsererseits. Unser Sohn pöbelt andere Kinder an? Tja, es ist halt nicht einfach, einen pubertierenden Bengel in seine Schranken zu weisen. Der Kleinste wirft sich im Coop an den Boden, wenn er nicht bekommt, was er haben will? Ich bemühe mich ja, weiss aber auch nicht, was ich nun tun soll.

 

Gerade in der heutigen Zeit hört man immer öfters, dass das „Mutter werden“ nicht ganz so einfach ist. Viele Paare versuchen verzweifelt, endlich für Nachwuchs zu sorgen, und es geht einfach nicht. Insofern ist der anfangs genannte Spruch also bereits zur Hälfte ungültig.

Mutter sein ist also schwierig? Tausendmal das Gleiche erzählen, um nicht einmal gehört zu werden. Eigene Richtlinien aufstellen und sich selbst auch gleich daran halten. Die „gemeinste“ Mutter aller Zeiten sein, weil man etwas nicht erlaubt. Immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort das richtige tun. Verantwortung für alles tragen. Und für das andere auch noch.

Schwierig? Oder vielleicht doch eher eine spannende Herausforderung? Stellen Sie sich vor, da wäre niemand um sie herum, der beurteilen würde, ob Sie wirklich alles richtig machen, Was auch immer „richtig“ sein mag. Keine beobachtenden Augen, keine wertenden Kommentare. Nur Sie und Ihre Kinder. Paradiesische Zustände! Klar, der Apfel würde wohl nicht von Eva gereicht, sondern würde alleine zu Boden fallen. Die Schlange wäre auch noch irgendwo im Dickicht und lauerte. Aber die Verführung, zur „Übermutter“ werden zu wollen, die wäre weg. Man könnte sich ganz einfach auf sich selbst besinnen und stünde wesentlich weniger unter externem Erfolgsdruck. Es wäre plötzlich nicht mehr schwierig, Mutter zu sein. Sondern spannend, beglückend, entnervend, kräfteraubend, erbaulich... ein Füllhorn von Gefühlen würde einem begegnen. Und wenn wir dieses dann aufnähmen, ständen wir mitten im Leben und würden statt einer schweren Last einfach dieses fühlen.

 

Und die Frage, wer denn nun die „besseren Mütter“ sind, die könnte auch gleich beantwortet werden.  Sind es denn nun die „Nur-Hausfrauen“, die „Berufstätigen“ oder die, die daraus einen Mix gestalten? Es sind die Hausfrauen, die in dieser Aufgabe Ihre Erfüllung finden und ihren Kindern bei den Aufgaben helfen, den Haushalt gut im Griff haben und den Zvieri liebevoll und gesund vorbereiten. Es sind die Berufstätigen, die den Haushalt an eine Haushaltsfee abtreten, den Kindern aus einer Sitzung anrufen um ihnen zu sagen, dass sie sie lieb haben. Es sind die Teilzeitarbeitenden, die das Frühstück richten und sich dann mit der Arbeit beeilen, um rechtzeitig wieder ein Mittagessen zubereiten zu können.

E sind ganz einfach die Mütter, die sich von ihren eigenen Gefühlen und den individuellen Bedürfnissen der eigenen Familie leiten lassen – und die nicht auf das hören, was andere sagen. Es sind die Mütter, die das Muttersein nicht als „schwierig“ beurteilen, sondern es als eine tolle Aufgabe sehen. Es sind die Mütter, die wissen, dass dies ihr Leben ist und dass sie dieses gemeinsam mit ihrer Familie so gut wie möglich leben können. So lange sie sich nie fragen, ob sie denn nun eine „bessere“ Mutter sind....

 

Lassen Sie uns also nicht hinterfragen, sondern ganz einfach leben!

 

Ihre Anna Schreiber