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Sicher ist sicher


«2 x 3 macht 4, Widdewiddewitt und Drei macht Neune ! Ich mach' mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt ...»

Erinnern Sie sich noch an den sorglosen Gesang von Pippi Langstrumpf, der uns alle zu Kindertagen so beeindruckt hat? Die freche Göre konnte anstellen, was sie wollte und ihr ist dabei nie etwas geschehen. Wie haben wir sie doch beneidet um ihre Freiheit, schwelg.


Aufgepasst

Obwohl wir die Zeit so toll fanden, in der man alles Mögliche anstellen konnte, schieben wir unseren Kindern da heute einen Riegel. Wir erziehen sie mit mehr Warnhinweisen als Abenteuern, leben ihnen Sicherheit pur vor und staunen nicht schlecht, wenn dann doch einmal etwas passiert.

Die Bedrohungen in der heutigen Welt haben sich gewandelt und wenn man früher in Gefahr lief, in einem echten Sumpf stecken zu bleiben, so ist dieser heute längst virtuell und noch viel gefährlicher.

Unsere Kinder lernen heute, dass sie am Fussgängerstreifen nicht nur lose-luege-laufe üben müssen, sondern warten, bis ein herannahendes Auto auch wirklich, wirklich ganz steht.

Beim Velofahren ist der Helm längst Ehrensache. Die kleinen Skifahrer können sich kaum mehr bewegen vor lauter Protektoren und selbst das Schlitteln wird zum Sicherheitsmarathon.

Auch im Auto finden wir immer mehr Airbags und der Nachwuchs thront nun ganz schön lange im heiss gehassten Kindersitz. Und wehe, wenn man es wagt, ausnahmsweise mal ein Kind ohne Sitz zu transportieren – die mahnenden Blicke anderer Mütter sind einem gewiss.

Was nützt es denn?

Ich weiss ja nicht, wie das bei Ihnen ist. Aber meine Kinder umgehen den Internetschutz, den ich zu ihrer Sicherheit eingerichtet habe, mit einem milden Lächeln. Sie klemmen den Velohelm auf den Gepäckträger, sobald sie ausser Sicht sind (ihre Mützen ziehen sie übrigens im Winter dann auch gleich aus…). Sie geniessen die Schlitteltour auf dem Plastiksack viel mehr als das Anlegen der Protektionsmontur vor der Abfahrt auf der doppelt gesicherten Schlittelbahn.

Sie suchen stinkfrech wieder nach Abenteuern und wischen uns mit unserem eigenen Sicherheitsdenken eins aus. Der einzige Ort, an dem meine Jungs auf Nummer sicher gehen, ist, wenn sie ausrechnen sollen, was 2 x 3 und drei macht… denn dann verwenden sie sicherheitshalber den Taschenrechner!

Sicherheitsbewusste Grüsse Ihre Anna Schreiber